Donnerstag, 7. November 2013

Buborék

Designer aus Ungarn – Teil 27
Andrea Nagy und ihr Label Buborék
„In vielen Formen und Farben und immer anders“

In der ruhigen Fußgängerzone zwischen Ferenciek tere und Kálvin tér, in der Nachbarschaft von Cafés, Modegeschäften, Museen und Studentenkneipen, ist der kleine Laden „Buborék“ von Andrea Nagy zu finden. Etwas versteckt im unteren Stock gelegen, mit der Tür zur Straße hinaus, lädt das bunt-fröhliche Geschäft zum Einkehren und Stöbern ein.

Eine Tür, ein Fenster und etwa 15 Quadratmeter sind nicht gerade viel und doch erwarten den Besucher eine Menge verschiedener schöner Kleinigkeiten wie Taschen, Geldbeutel und Schmuck. Während der Kunde sich etwas überwältigt umsieht, wartet die Designerin Andrea Nagy bescheiden im Hintergrund und freut sich mit einem feinen Lächeln über das Interesse an ihrem Laden und den attraktiven Einzelstücken.
Bilder: Aaron Taylor (4)
Der Wunsch nach mehr

Das Geschäft entstand 2005, also noch bevor die Straßen um den Egyetem tér zum Fußgängerbereich erklärt und nach diesen Vorstellungen umgebaut wurden. Es ist ein Ableger des 40 Quadratmeter großen Bruders in Buda, der ein Jahr zuvor eröffnet wurde. Andrea erzählt von ihren Anfängen als junge Designerin, als sie ihre Entwürfen noch in anderen Läden anbot. Die Idee für ein eigenes Geschäft war aber schnell geboren und auch die Umsetzung ließ nicht lange auf sich warten. „Es war perfekt für mich, denn so konnte ich alles, was ich gelernt hatte, zu einem individuellen Konzept vereinen: Innenarchitektur, Raumausstattung und Enterieur-Style.“

Öfter mal was Neues

Der Laden läuft heute gut. Dies liege nicht zuletzt an der Fußgängerzone, die vor einem Jahr entstanden ist und ihr immer mehr Touristen als Käufer beschere, sagt Nagy. Inzwischen komme die Hälfte der Kunden aus dem Ausland. Auch die Nähe diverser Universitäten kommt Andrea zugute, sind doch ihre Zielgruppe Jugendliche, die etwas Besonderes für sich oder Freunde suchen. Es lohnt sich jedenfalls, öfter ins „Buborék“ zu schauen, denn das Angebot ändert sich zweimal wöchentlich, und so gibt es immer etwas Neues zu entdecken.

Innenarchitektur ist Design

Die Designerin zeigt auf ihre liebevoll bemalten Steine und die von ihr entworfenen Taschen und betont, dass im Budaer Laden auch noch einige ihrer kreierten Wanduhren zu finden seien. „Leider bleibt mir wegen der Geschäftsleitung beider Läden und meiner Arbeit als Innenarchitektin wenig Zeit zum Planen und Entwerfen“, sagt sie nachdenklich, betont aber gleich darauf, dass sie mit niemandem tauschen wolle. Das Thema Inneneinrichtung kommt auch in ihrem ersten Laden in Buda zum Tragen, wo man ihre Entwürfe von Wohnungen, Häusern oder Geschäften ansehen, oder Dekorationsmittel wie Vasen, Tischdecken und Besteck kaufen kann.
Die meisten Artikel sind jedoch Taschen, Schmuck wie Ohrringe und Ketten, Schals und Modeaccessoires, ein wenig saisonale Kleidung, Geldbeutel, Hefte, Kinderspielzeug und Souvenirs mit „Budapest“-Aufschrift, die moderner, benutzbarer und schöner sind als herkömmliche Mitbringsel.
Seifenblasen als Konzept

Neben ihren eigenen Sachen verkauft Andrea auch Entwürfe von anderen jungen, Designern. Einige davon sind „Stammmitarbeiter“, die regelmäßig etwas anfertigen, andere tauchen auf  und verschwinden nach ein paar Monaten wieder. Die Auswahl, was in ihrem Laden verkauft wird, trifft die Designerin nach bestimmten Kriterien: Es muss modern, bunt und nützlich sein. Kopien lehnt Andrea ab, sie sucht eigene Ideen, einzigartige Stücke sozusagen.
Die verschiedenen Entwürfe sollen damit immer dem Konzept des Ladens entsprechen und das ist durch den Namen „Buborék“ (Seifenblase) quasi vorgegeben: In allen Farben des Regenbogens, groß oder klein und veränderbar. Der Namen des Ladens stieß nicht immer auf Zustimmung. „Seifenblasen sind auch von kurzer Dauer, und so prophezeite man mir ein schnelles Aus für meine Geschäftsidee“, erzählt Andrea.

Flexibel und offen für Neues

Ihre bunte, schillernde Welt möchte die Designerin in den nächsten Jahren an den Plattensee bringen und dort einen kleinen Laden am westlichen Ufer eröffnen. Er soll so eine richtige Balaton-Stimmung haben, nach Sommer, Sonne, Spaß und Lachen riechen und aussehen. Natürlich sei das eher etwas Saisonales, versuchen wolle sie es trotzdem. Um „Buborék“ in Budapest bekannter zu machen, hat sie sich bereits in diesem Jahr mit anderen Designern und Ladenbesitzern im Bezirk verständigt und im Anschluss an die erfolgreiche Stylewalker-Night (die BZ berichtete) einen Flyer mit den Geschäftsdaten und einer Karte herausgebracht. „Es ist eine gute Möglichkeit für uns um bekannter zu werden und mehr Kunden anzulocken. Die letzten Male habe ich auch bei der Stylewalker-Night mitgemacht und nur positive Erfahrungen gesammelt“, betont sie.
Online-Shops dagegen lehnt sie ab, weil es zu kompliziert für sie wäre. Jedoch bekommt sie durch Emails von Kunden, die zum Beispiel etwas ganz Bestimmtes suchen, auch Anregungen für neue Entwürfe.
Es gab auch schon einmal die Nachfrage einer Deutschen, die eine Tasche im Fenster gesehen hatte zurück nach Deutschland ging, und sich dann im Nachhinein die Tasche anfertigen ließ. Andrea erklärt, dass das kein Problem ist: „Wir fertigen oft etwas auf Bestellung an, was es nicht mehr gibt, oder wo andere Farben gewünscht werden.“
Ines Gruber

Buborék – Buda
                                                              Buborék – Pest

Tel.: +36 1 212 7306                                                         Handy: +36 30 3899 099

I. Batthyány utca 48
                                                          V. Kecskeméti utca 5
www.buborekbolt.hu

Öffnungszeiten:                                                                 Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 12 bis 19 Uhr                                      Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr
Samstag 11 bis 15 Uhr                                                      Samstag 10 bis 14 Uhr

ANDREA NAGY schloss neben einer Ausbildung zur Raumausstatterin noch weitere zur Innenarchitektin, Kostümbildnerin, Grafikerin und Enterieur-Stylistin an verschiedenen Schulen und Hochschulen ab. Sie entschloss sich 2004 dazu, ihren ersten Laden in Buda zu eröffnen. Diesem folgte ein Jahr später ein kleinerer in Pest. Bis heute arbeitet sie erfolgreich als Designerin und Innenarchitektin.

Erschienen in der Budapester Zeitung Nr. 37, vom 9.-15. September 2011


Mittwoch, 6. November 2013

ANDA

Designer aus Ungarn – Teil 24
Emília Anda mit ihrem Label „ANDA“
Avantgardistisch, hochwertig und ein wenig lasziv

In der unmittelbaren Nähe des Ferenciek tere liegt der kleine Laden der Designerin Emília Anda in der Galamb utca. Das Eckgeschäft hat große Glasfronten, die einen Einblick in die Kreationen des Labels „ANDA“ und das klare und stilvolle Ambiente des Innenraums erlauben. Die BUDAPESTER ZEITUNG sprach mit der erfahrenen Designerin über Möglichkeiten im In- und Ausland, Mut zur Mode und Kleidung ohne Altersgrenze.

Entspannt in ihrem Laden sitzend erzählt die Designerin Emília Anda, dass sie erst einen Umweg über die Technische Universität Budapest genommen habe, um dann schließlich doch an der Universität für Kunst und Design (MOME) zu landen und Kleidung zu entwerfen. „Ich habe schon immer gerne gezeichnet und bin auch auf ein künstlerisches Gymnasium gegangen, da war der Weg zur Bauingenieurin eigentlich vorgezeichnet“, erklärt sie und fügt hinzu, dass ihr das technische Studium allerdings zu trocken gewesen und sie deswegen wieder zu ihrer künstlerischen Ader zurückgekehrt sei.
Bilder: ANDA (4)
Schon lange im Geschäft

Den Namen des Labels „ANDA“ musste sie nicht lange suchen, denn ihr eigener kurzer und prägnanter Name habe im In- und Ausland einen großen Wiedererkennungswert und sei für jeden leicht auszusprechen. International bekannt wurde Anda im Jahr 2000. Seither nimmt sie zweimal jährlich an der Pariser Fashion Week teil. Die Teilnahme habe mehrere Vorteile: Ihre internationale Bekanntheit werde aufrechterhalten, es gäbe viele Bestellungen, und sie bekomme mehr und bessere Kritik und Resonanz aus dem Ausland.

Entwürfe und Größen

Für jede Fashion Week in Frankreich entstehen für die Frühling/Sommer und Herbst/Winter Saison pro Jahr etwa 70 bis 80 verschiedenen Entwürfe. „Ich weiß, dass meine Kollektionen riesig erscheinen, aber so haben die Kunden mehr Auswahlmöglichkeiten, können besser kombinieren und kaufen dadurch auch oft mehr als sie eigentlich wollten“, erklärt Anda. Käufer aus aller Welt, darunter aus den USA, Europa, Kuwait und sogar Südafrika, bestellen ganze Sortimente in verschiedenen Farben und machen etwa 80 Prozent des Umsatzes aus, sagt die Designerin.
Um die Auswahl zu erleichtern, gibt Anda allen Kreationen eigene Namen. Lachend erzählt sie, dass sich dies bei der Größe und Menge ihrer Kollektionen inzwischen manchmal als schwieriger erweist als das Entwerfen selbst. Die Standardgrößen gehen von 34 bis 46, auf Bestellung fertigt sie aber auch größere Kleidungsstücke an. Manchmal jedoch „rate ich davon ab, eine meiner Kreationen zum Beispiel in Größe 52 zu bestellen, manche Modelle eignen sich einfach nicht dafür, sind dann unproportional und würden dann nicht mehr gut sitzen“.

Kollektionen und Einzelanfertigungen

Die Kollektionen entstünden laufend, sie zeichne ständig und habe eigentlich mehr Ideen als verwirklicht werden könnten. Gleichwohl empfindet sie es noch immer als komisch, zwei Saisonen vorauszudenken. So ist die Sommerkollektion für das kommende Jahr bereits in Produktion, und die Kollektion für den Winter wird gerade ausgeliefert. „Es ist schon manchmal verwirrend, dass man so weit im Voraus planen muss“, sagt Anda, aber man gewöhne sich nach einer Weile daran. Ihr bleibe sogar Zeit für Einzelanfertigungen. So bekomme sie häufig Anfragen nach Anpassungen der Kreationen für Hochzeits-, Cocktail- oder Ballkleider. Sie bespreche dann immer die Farbe und einige Vorstellungen mit den Kunden, im Endeffekt entwerfe aber sie das Kleid. „Das wollen die Käufer auch so, denn sie kommen ja zu mir, weil sie meinen Stil mögen“, erklärt Anda und beschäftigt sich kurz mit einer Stammkundin, die zufrieden eine bestellte Bluse abholt.

Qualität hat ihren Preis

Ihren eigenen Stil bezeichnet Anda als avantgardistisch mit vielen Designelementen. Sie lege viel Wert auf Strukturen, gute Qualität der Stoffe, die meist aus organischen Materialien wie Leinen, Seide, Baumwolle und Wolle oder Mischungen aus diesen bestehen und eine schöne Silhouette. Außer­dem müssen die Kreationen auch immer interessant, offen und variierbar sein und sich ohne weiteres „in den Kleiderschrank einer Frau einfügen“. Der Stoff mache einen großen Unterschied, denn er kann durch seine Struktur einen eigenen Charakter haben, fließend fallen oder einfach leicht und angenehm zu tragen sein. „Ich arbeite wegen der besseren Qualität deswegen mit Stoffen aus dem Ausland, die natürlich auch ihren Preis haben“, erklärt die Designerin.
Bei den Farben hält sie sich eher an die Decktöne schwarz, weiß, grau und deren Variationen, hinzu kommen einige kräftigere Farben für den Kontrast. Anda betont, dass sie sich nicht nur an Trends hält. Eine schöne Farbe habe immer ihre Berechtigung, sagt sie.

Vielfalt der Nationen

Den Unterschied zwischen in- und ausländischen Käuferinnen sieht sie darin, dass die Frauen aus dem Ausland viel offener, mutiger und experimentierfreudiger seien. „Wahrscheinlich, weil sie mehr sehen und deswegen auch gern zu den etwas auffälligeren Stücken greifen“, meint Anda und fügt hinzu, dass sich das Verständnis von Mode in Ungarn seit ihren Anfängen im Modegeschäft aber geändert habe. Die Tendenz sei sehr positiv, es gäbe immer mehr Konkurrenz, die den Wettbewerb belebe.
Die Designerin möchte sich in Zukunft noch mehr auf das Ausland konzentrieren und vielleicht einen eigenen Laden in den USA eröffnen. „Das wäre eine neue Herausforderung, denn von dort habe ich sehr viele Bestellungen. Außerdem freuen sich die Amerikanerinnen immer so offen und ehrlich über meine Kleidung, Europäerinnen sind da sehr viel zurückhaltender“, erzählt Anda.
Vom Alter her sieht sie keine Begrenzung für ihre Kreationen, junge Mädchen zählen ebenso zu ihren Kunden wie reife Frauen. Es hinge immer vom Modell und der Einstellung der Trägerin ab, denn die Kleidungsstücke bringen eine Offen­heit mit sich und sind deshalb für viele Menschen ohne weiteres tragbar, erklärt sie. Letztens habe sie eine Hochzeitsgesellschaft eingekleidet: „Meine jüngste Kundin war dabei acht Monate alt und unglaublich niedlich in ihrem Kleidchen“, erzählt Anda mit freudigem Lächeln.

Ines Gruber
Showroom
 ANDA

V.Galamb utca 4

Tel: +36 30 933 97 46

www.andaemi.com

EMÍLIA ANDA schloss ihre erste Ausbildung an der Technischen Uni­ver­sität Budapest zur Bauingenieurin mit Diplom ab, arbeitete jedoch nie in diesem Bereich. Sie bewarb sich nämlich kurz danach an der Universität für Kunst und Design (MOME) und begann das Entwerfen von Kleidern und Schuhen zu lernen. Nachdem sie auch die MOME erfolgreich abgeschlossen hatte, fing sie an, mit ihren Kreationen im In- und Ausland, so auch in Deutschland, Frankreich und Österreich, an Fashion Weeks teilzunehmen. Außerdem unterrichtete Anda kurze Zeit an der Universität für Kunst und Design, ehe sie 1996 ihren eigenen Showroom eröffnete. Im Jahr 2004 bekam sie als erste den Fashion Awards Hungary für den „Designer des Jahres“.

Erschienen in der Budapester Zeitung Nr. 30, vom 22.-28. Juli 2011


Dienstag, 5. November 2013

Balkantango

Designer aus Ungarn – Teil 23
Ipek Türkoglu und ihr Label „Balkantango“
Müllverwertung mal anders

Im kleinen Designerladen Fregoli unweit des Kálvin tér sind die originellen, umweltfreundlichen und modischen Taschen der Designerin Ipek Türkoglu zu finden. Hier gibt es Geldbeutel, Handtaschen, Gürtel, Laptop Sleeves und Umhängetaschen in allen Größen aus Gummi, die interessante Namen tragen und mit kleinen extravaganten Details zum Kauf verführen. Die BUDAPESTER ZEITUNG sprach mit ihr über Umweltschutz, Ungarn und Kundenpräferenzen.
Bilder: Aaron Taylor (4) 
Mit etwas Verspätung, aber einem Lächeln auf den Lippen springt die schlanke Blondine von ihrem Fahrrad, entschuldigt sich und huscht in den Designerladen. „Ich bin gerade wieder aus dem Ausland zurück und muss unheimlich viel erledigen, weil ich auch schon bald wieder wegfahre“, erklärt Ipek und holt sich angesichts der Hitze erstmal ein Glas Wasser. Nachdem sie sich gesetzt hat, erzählt sie, dass sie eigentlich das Fahrrad zu dem gemacht habe was sie heute sei. Ihr Label „Balkantango“ entstand 2007: Sie stellte aus alten Lastwagenplanen und Langspielplatten Taschen her. Dann fand sie irgendwo Taschen aus Lastwagenreifen und sah später bei ihrem Fahrradhändler einen Stapel Fahrradschläuche. So begann sie 2008 damit, Taschen und andere Dinge auch aus Fahrradgummis herzustellen. Nach drei, vier Jahren konzentrierte sie schließlich ihre komplette Energie auf die Produktion mit Fahrradschläuchen.

Gegensätze ziehen sich an

Warum sie eigentlich genau mit dem Entwerfen von Taschen angefangen hat, weiß Ipek gar nicht mehr. Sie habe 2003 damit begonnen, in England neben der Universität zu arbeiten und nähte erst für Möbel Bezüge, später dann auch Vorhänge und Kissen. Dann versuchte sie sich auch bei anderen künstlerischen Tätigkeiten wie dem Töpfern, Kerzen gießen, Malen und der Herstellung von Keramik. Irgendwie kam sie dann zu Taschen, die sie aber noch aus Lederresten anfertigte, schließlich landete sie eben bei Gummi. „Ich denke, ich mag den Kontrast zwischen Müll und Design, auch weil er meiner Persönlichkeit entspricht“, sagt sie lächelnd, und erklärt, dass sie halb Bosnierin, halb Türkin und dennoch blond sei, eigentlich ein Widerspruch. Und auf diesem beruhe auch der Labelname „Balkantango“, denn wer könne sich schon Tango auf dem Balkan vorstellen, fragt sie.

Umweltschutz und Kreativität

Die Natur und ihr Schutz waren ihr schon immer wichtig, betont die junge Designerin. Sie erklärt, dass sich ihr Umweltbewusstsein durch die Wiederverwertung von Fahrradschläuchen nur noch verstärkt habe. „Inzwischen bin ich richtig ‘grün’, trenne meinen Hausmüll und achte mehr auf Umweltschutz“, erklärt sie und fügt hinzu, dass die Arbeit mit den Schläuchen sehr schmutzig sei, müssten sie doch gewaschen, aufgeschnitten und für die Verarbeitung vorbereitet werden. Dies ist langwierig, denn das Material muss einzeln bearbeitet und auch die Löcher müssen herausgeschnitten werden. Wenn trotzdem mal eins übersehen wird, bekommt die Tasche im fertigen Zustand einen Flicken, welcher die Einzigartigkeit des Stückes noch unterstreicht.  Probleme gäbe es nur, den Müll zu besorgen. Viele Werkstätten verstünden einfach nicht, dass ein Anruf genügt und sie die Sachen abholt. Dieses Problem hat sie auch bei ihrem neuen Projekt, aus Lederresten Laptop Sleeves herzustellen. „Müll gibt es genug, aber bevor ich ihn bekomme, wird er meistens entsorgt“, sagt Ipek kopfschüttelnd.
Ihre Kreationen sollen in erster Linie die Wünsche der Kunden erfüllen. Immer wieder entwirft Ipek aber auch Taschen, die ihr persönlich besonders gut gefallen, selbst wenn sich diese auch nicht so gut verkaufen. Eines ihrer Lieblingsstücke ist eine etwas elegantere Damentasche. Ihre Kollektionen entstehen und wachsen übrigens ständig.

Die Bedeutung des Internets wurde ihr über die Jahre immer klarer und so hat sie neben den zwölf Geschäften in Budapest auch einen Onlineshop, der sehr gut läuft: Sie exportiert in über elf europäische Länder, darunter nach Deutschland, Österreich, Belgien, die Schweiz und in die skandinavischen Länder. Den Großteil ihrer Produktion verkauft sie ins Ausland. Den Standort Ungarn hält sie aber „aus persönlichen Gründen aufrecht. Ich fände es einfach schön, wenn „Balkantango“ zu einem Markenzeichen Ungarns würde und auch die Ungarn sich damit identifizieren könnten“, sagt Ipek lächelnd. Um ihr Label bekannt zu machen, setzt sie jetzt auf Internetbanner, eine neue Website und neue Bilder.

Anpassungen bei den Taschengrößen

Neben der Verbesserung des Verkaufs konzentriert sich die De­signerin nun auch auf die Anpassung ihrer Taschen und das Kreieren von Rucksäcken und Bauchtaschen, die von ihren Kunden verstärkt nachgefragt werden. Bei ihren älteren Modellen möchte sie nun die Veränderungen auf dem Computermarkt einfließen lassen, sprich Taschen und Sleeves für Laptops mit 13 und 15 Zoll produzieren. „Als ich angefangen habe, war noch nicht abzusehen, dass es einen MacIntosh-Boom geben wird, und ich wollte noch eine Weile warten, bis sich das verfestigt hat“, erklärt sie. An der Form könne sie nicht viel ändern, die sei durch die Funktionalität vorgegeben, aber bei Geldbeuteln habe sie eine Weile mit den Kleingeldtaschen und Reißverschlüssen herumexperimentiert. Oft verlasse sie sich auch einfach auf die Rückmeldung von Kunden. Und die bekomme sie insbesondere von deutschen Verkäufern per Email regelmäßig, worüber sie sich sehr freue.

Fahrradtaschen eine Männerdomäne

Den Kollektionen gäbe sie immer Namen von Städten und Orten, die eine große Bedeutung für sie haben, auch müssen sie irgendwie zu den Stücken passen. Die zwei Hauptlinien sind Budapest und Istanbul, dazu kommen noch Vienna, Beograd und einige mehr. Das Gute an diesen Namen sei auch die Internationalität, denn man verstehe sie nicht nur in Europa, sondern auch in den anderen Teilen der Welt. Gekauft würden ihre Taschen zum Großteil von Männern, so ab 25 Jahren. „Wahrscheinlich liegt das zum Teil daran, dass Männer sich eher mit Fahrrädern identifizieren können und auch bereit sind, einen etwas höheren Preis dafür zu bezahlen. Frauen kaufen lieber mehrere Taschen, Männer sind schon mit einer zufrieden, die sie mögen“. Aus diesem Grund verkaufe sie fünfmal mehr Männer- als Frauentaschen, erklärt Ipek.
Ines Gruber
Fregoli

V. Bástya utca 8-10

Tel./Fax: +36 1 266 25 43
www.fregolishop.com

www.balkan-tango.com

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr

Samstag 11 bis 17 Uhr


Erschienen in der Budapester Zeitung Nr. 29, vom 15.-21. Juli 2011


Montag, 4. November 2013

USE unused

Designer aus Ungarn – Teil 22
Das Label „USE unused“ von den Designern Esztér Zünder, Attila Godena-Juhász und András Tóth
„Wir sind ein Label für Kleider“

In der Mitte des Dreiecks Ferenciek tér, Vörösmarty tér und Deák tér, in der unmittelbaren Nähe der Váci utca, liegt der hübsche kleine Platz Szervita tér. Hier haben die drei jungen Designer Esztér Zünder, Attila Godena-Juhász und András Tóth ihren hellen, luftigen Showroom im zweiten Stock. Weiße Wände und klare Linien empfangen den Gast, der sich auf einer bequemen Couch bei der Kleider- oder Sonnenbrillenauswahl beraten lassen kann.

Etwas müde sehen die drei Designer aus, als das Interview am späten Nachmittag beginnt. Attila Godena-Juhász holt sich noch schnell etwas zu Essen und erklärt entschuldigend, dass er bis vor Kurzem noch Prüfungen abgenommen habe, ohne dabei eine Pause zu haben. Die zwei anderen lächeln verständnisvoll. Sie verstehen sich offensichtlich auch nach fast zehn Jahren Zusammenarbeit gut.

Bilder: USE unused
Gegensätze ziehen sich an

Begonnen habe alles mit einem Wettbewerb an der Universität, erzählen sie, wo sie Arbeitskleidung entwarfen. Der Name USE für die Kollektion schien ihnen damals zu passen, und nachdem sie sich dann entschlossen hatten, zusammen auch weiterhin kreativ zu sein, behielten sie den Namen als Label. Er schien ihnen einfach perfekt: „Er ist kurz, leicht zu merken, drückt Funktionalität aus und ist bezahlbar“, so Attila. Die beiden anderen stimmen ihm zu. Eszter erklärt, dass das Label offiziell seit der Firmengründung 2006 bestehe. Der zweite Teil des Labels, Unused, kam etwas später hinzu. „USE unused“ drücke für sie eine Spannung aus, die sich auch in den Kreationen widerspiegelt: Die Stücke seien gleichzeitig praktisch und einfach, innovativ und klassisch, weiblich und sexy und immer multifunktional.
Die Aufteilung der Arbeit habe sich mit den Jahren ergeben, und so kümmere sich einer um die Pressearbeit, ein anderer um die Herstellung oder das Einkaufen der Stoffe und benötigten Kurzwaren. Der kreative Teil falle allen zu. Natürlich entscheiden sie auch gemeinsam über die Auswahl der Stoffe und das Thema der neuen Kollektion. Es gäbe für die „Verteilung kein Patentrezept“. Die drei geben zu, dass sie sich nicht immer einig seien, wenn es Streit gäbe, werde dieser aber schnell wieder beigelegt, denn sie seien ja schließlich „nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch Freunde“. Da sie zu dritt sind, sei es auch nicht so schlimm, wenn einer von ihnen an einer Kollektion mal etwas weniger mitarbeite. Auch könnten sie ohne Weiteres die Ressortaufgaben voneinander übernehmen.

Zwei Kollektionen pro Jahr

Der Arbeitsablauf für eine neue Kollektion läuft meistens nach dem selben Schema ab: Auswahl des Stoffes, Abgabe der Bestellung, das Warten auf die Lieferung und schließlich der Entwurf der Kollektion. Nach den Zeichnungen werden die ersten Probestücke angefertigt, die dann auf der Fashionweek vorgestellt werden. Danach gehen die ersten Bestellungen ein. Für eine komplett neue Kollektion benötigen sie ungefähr zwei Monate, danach verbringen sie die meiste Zeit mit der Überwachung der Lieferungen, ehe die nächste Saison, Herbst/Winter oder Früh­ling/Sommer, dran ist.
Ihre Kollektionen bestehen im Schnitt aus 60 verschiedenen Kreationen, die sich aus Kleidern, Blazern, Hosen und Jacken zusammensetzen. Attila merkt hier aber an, dass etwa 50 Prozent stets Kleider sind. „Wir sind eben ein Label, das gerne Kleider macht“, sagt er lachend und erklärt, dass man Kleider einfach am besten kombinieren könne: Mit minimalem Aufwand, Accessoires und Akzenten, könne ein Kleid casual oder schick sein.

Eine Stilfrage

Eine Frage des Alters seien ihre Kreationen nicht, betonen sie, denn das Alter ihrer Käuferinnen liege zwischen 25 und 60. Es sei vielmehr eine Frage des Stils, den eine Person pflege. Frauen, „die kosmopolitisch und kreativ sind, eben Großstädterinnen, tragen unsere Kreationen“, sagt Eszter. Da sich Touristen eher selten zu ihnen verirren, sind es eher Stammkunden und Frauen, die genau wissen was sie suchen, die zu ihnen kommen. Das liege wahrscheinlich auch daran, dass sie Kleidung nach Maß anfertigen, und das benötige eben Zeit. Einzelbestellungen und Einzelanfertigungen nehmen sie allerdings selten an, eher arbeiten sie ein schon vorhandenes Modell um oder fertigen es in einer anderen Farbe an.

Zukunftspläne

Zu ihren Kunden gehören zu 95 Prozent Ungarn, was daran liegen mag, dass sich die drei zunächst auf den heimischen Markt konzentriert haben. Laut Attila wollen sie das „unausgeschöpfte Potenzial“ hierzulande künftig auf jeden Fall nutzen. Im Moment denken sie darüber nach, einen Laden in der Nähe der Basilika zu eröffnen. Die Su­che nach einem Sponsor läuft bereits. Der soll ihnen finanziell auch unter die Arme greifen, um in den USA, Paris oder den skandinavischen Ländern Fuß fassen zu können. Weil ihr erster Versuch in den USA wegen eines schlechten Distributors gescheitert ist, wollen sie es das nächste Mal besser machen und feilen deshalb schon lange an einem durchdachten Konzept. Im Herbst soll außerdem die erneuerte Web­seite mit Webshop online gehen, wovon sie sich die Erweiterung ihres Kundenstammes erhoffen.
 In Zukunft wollen sich die drei Designer auch wieder dem Schuhdesign widmen wie zu Anfang ihrer Laufbahn. Auch besteht Nachfrage nach einer Männer- und Kinderkollektion, woran sie sich auch versuchen wollen. Männer- und Frauensonnenbrillen sowie Anzüge indes sind seit jeher im Sortiment und werden auch gern gekauft.

Designgeschichte

Die Besonderheit ihres Stils ergibt sich nicht nur aus den Gegensätzen, mit denen sie ständig spielen, sondern auch aus den Technologien, die sich Anbieter von Massenware nicht leisten können. „In unseren Entwürfen steckt sehr viel Handarbeit, wir sind innovativ und benutzen vergessene Techniken und komplizierte Schnitte aus der Geschichte des Designs. Außerdem legen wir viel Wert auf die richtigen Stoffe und ihre Kombination“, betont Attila.
Ines Gruber
USE unused Showroom

V. Szervita tér 5

Tel.: +36 1 215 8445

www.use.co.hu

Die Gründer der Marke „USE unused“ ESZTÉR ZÜNDER, ATTILA GODENA-JUHÁSZ und ANDRÁS TÓTH studierten an der Universität für Kunst und Design (MOME) in Budapest und beendeten ihr Masterstudium 2004. Das Trio arbeitete bereits 2002 für einen Wettbewerb zusammen und verbrachte das neunte Semester gemeinsam an der Ecole Duperre Universität in Paris, wo sie den Entschluss fassten, eine langfristige Zusammenarbeit einzugehen. Die Designer haben mit ihren Entwürfen seit 2003 immer wieder Preise gewonnen, wie bei der renommierten Cumulus Fashion Tour Competition in London.

Erschienen in der Budapester Zeitung Nr. 28, vom 8.-14. Juli 2011


Sonntag, 3. November 2013

ANNAEVA

Designer aus Ungarn – Teil 21
Anna Hachbold und Éva Kárpáti mit ihrem Label „ANNAEVA“
Designen als Hobby

Unweit des Thália und Operettentheaters ist in der Ó utca der kleine lichtdurchflutete Showroom Nati 100% Pure Idea zu finden, in dem die beiden Designerinnen Anna Hachbold und Éva Kárpáti mit ihrem Label ANNAEVA Platz gefunden haben. Leichte, luftige und schicke Kleidung sowie modische Accessoires in hellen Tönen warten hier darauf, entdeckt zu werden. Zusammen erzählen die beiden der BUDAPESTER ZEITUNG von der Entstehung, der Gegenwart und der Zukunft des Labels.
 
Bilder: Aaron Taylor (5)
Die beiden Frauen, die hinter dem Label „ANNAEVA“ stehen, könnten unterschiedlicher nicht sein: die eine blond, mit weiblichen Rundungen, etwas kleiner und gesprächig, die andere braunhaarig, groß und schlank, jedoch ein wenig schüchtern. Auch der Altersunterschied von elf Jahren könnte Konfliktpotenzial bergen. Die beiden Designerinnen ergänzen sich indes bei Fragen, führen den Gedankengang der anderen weiter und geben ein sehr harmonisches Bild ab. Kennengelernt haben sie sich beim Studium in der KREA Kunstschule, als sie als Prüfungsaufgabe zusammen eine Kollektion erstellen mussten. Die Zusammenarbeit klappte nicht nur auf fachlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene so gut, dass die beiden bald den Spitznamen „Anna­eva“ bekamen und diesen dann für ihr Label behielten. Hachbold erklärt, dass „es nach dem Studium irgendwie klar war, dass wir zusammen weiter machen, denn zu zweit ist es besser als allein.“ Sie fügt lachend hinzu, dass sie so wie Dick und Doof seien und sich perfekt ergänzten.

Verschiedene Ansichten



Bei Kárpáti hatte es bereits sehr viel früher angefangen, denn sie wollte schon als Kind Designerin werden. Ihre Eltern hielten sie zwar an, einen „normalen Beruf“ zu erlernen, was sie auch machte, aber dann ist sie doch zum Design gekommen und macht jetzt eben das, was sie „mit Leidenschaft und Herzblut machen möchte“. Große unternehmerische Zukunft sieht sie jedoch nicht darin. Hachbold widerspricht ihr: Sie sehe schon eine Zukunft für das Label. Daraus könne noch was Großes werden, betont sie, fügt aber hinzu, dass sie noch nicht davon leben kann und im Moment noch als Lehrerin und im Familienbetrieb arbeite. Allerdings seien beide sehr glücklich damit, ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben und sich bei den Kollektionen ausleben zu können.

Planung mal zwei

Inspiration für ihre Kollektionen holen sich die beiden von „außerhalb“, wo sie natürlich anderen Einflüssen ausgesetzt sind. Auch planen und zeichnen sie zum Großteil getrennt voneinander. Es sei immer wieder erstaunlich, wie gut die voneinander unabhängigen Kreationen sich am Ende zu einer einzigen Kollektion zusammenfügen, sagt Hachbold. Ihre Kollegin ergänzt, dass sie sich natürlich vorher auf den Stil und die Stoffe, also die wichtigsten Punkte, einigen. Und manchmal rutsche etwas, was nicht hundertprozentig zum Rest der Kollektion passe, mit hinein, weil es beiden so sehr gefalle. „Wir kritisieren uns gegenseitig, ändern immer wieder etwas an den Entwürfen und besprechen fast alles genau, dadurch klappt es so gut“, betont Hachbold. Es sei oft eine Frage des Gefühls, was sie entwerfen, aber meistens sind es Kreationen, die sie selber tragen würden und auch tragen.

Ästhetisch und bequem

Die Kollektionen von „ANNA­EVA“ bestehen zumeist aus 15 bis 20 verschiedenen Entwürfen und passenden Accessoires wie Taschen, Gürteln, Armbändern und Ketten. Die Designerinnen arbeiten viel mit natürlichen Fasern, nutzen gerne Seide, Wolle und Leder. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Qualität. Außerdem soll die Kleidung nicht nur bequem zu tragen sein, sondern auch sonst wenig Arbeit machen. Die Kreationen sind modisch, elegant und mit klaren Linien. Neben der  Ästhetik ist jedoch die Benutzbarkeit ein wichtiger Punkt bei der Stoffwahl. Gekauft werden die Stoffe im Moment ausschließlich in Ungarn, weil Zeit und Geld für größere Einkäufe im Ausland noch fehlen.
Bei der Farbauswahl kommen eher die natürlichen Farben zum Einsatz. Im Sommer sind das die helleren wie beige, grau und weiß, und im Winter die eher dunkleren wie dunkelgrau und blau. „Obwohl schon einige behauptet haben, dass unser Markenzeichen ‘rosa’ ist, haben wir diese Farbe erst bei der jetzigen Sommerkollektion verwendet, allerdings kam rosa schon oft in unseren Accessoires vor“, stellen die beiden fest.


Alt und Jung

Von einigen Entwürfen entstünden oft nur ein bis zwei Größen, erklärt Kárpáti, insbesondere dann, wenn es sich um teure Materalien oder ausgefallene Kleidungsstücke handle. Bestellen kann man alles bis zur Konfektionsgröße 42. Auch Einzelanfertigungen, kleine Änderungen an den Kreationen und Hochzeitskleider werden angefragt und gerne angefertigt. Kundinnen, die bei ihnen Kleidung und Accessoires kaufen, seien „kosmopolitisch, modisch, möchten mehr als Mainstream-Kleidung von Jedermann und sehnen sich nach dem gewissen Etwas“, sagt sie. Hachbold fügt lächelnd hinzu: „Unsere Kundinnen sind eben arbeitende Frauen wie wir selbst“. Das Alter der Käufer läge zwischen 20 und etwas über 50. Auch das sei ihrem eigenen Profil sehr ähnlich. Den Unterschied zwischen ausländischen und ungarischen Kundinnen machen sie vor allem am Kaufverhalten fest: Ungarinnen kaufen für einen bestimmten Zweck, etwa eine Hochzeit, achten auf die Alltagstauglichkeit und lassen sich oft beraten, Ausländerinnen sind experimentierfreudiger, schauen sich um und kaufen einfach mal so, nur weil ihnen etwas gefällt.

Zukunftsträume

Sie wollen jede Saison mit ihrer Kleidung präsent sein und bekannter werden, so die beiden jungen Frauen. Auch von einem eigenen Showroom oder Laden in Ungarn und im Ausland träumen sie. Aber Konkretes haben sie noch nicht im Sinn. „Wir reden viel darüber, denken nach, was das Beste wäre und machen einen Schritt nach dem anderen“, so Hachbold. Eine eigene Webseite haben sie ja schon, und auf Facebook und www.our­style.hu sind sie auch zu finden. Die vielen Anfragen und Emails bestätigten ihnen, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und das gebe ihnen Mut. Die beiden wollen sich auf jeden Fall mit ihrer Mode weiterentwickeln und in weiteren Läden präsent sein. Aber da beide hauptberuflich arbeiten, ist das noch Zukunftsmusik.
Ines Gruber

Anna Hachbold
                                              Éva Kárpáti

Handy: +36 30 758 85 52
                              Handy: +36 30 654 54 33

Email: hachbold@annaeva.hu
                      Email: karpati@annaeva.hu

II. Szerb Antal utca 7/b

www.annaeva.hu

www.ourstyle.hu

Nati 100% Pure Idea Showroom

VI. Ó utca 33                                                Geöffnet: nach Absprache
 


Black Box Concept Store

V. Irányi utca 18                                           Geöffnet:
 Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr 
                                                                                    Samstag 12 bis 18 Uhr


ANNAEVA wurde 2009 von den beiden Designerinnen ÉVA KÁRPÁTI und ANNA HACHBOLD gegründet. Die beiden Frauen lernten sich während des Studiums kennen und schafften es innerhalb von einem Jahr, den begehrten Preis „Junge Fashiondesigner des Jahres“ zu gewinnen. Sie nahmen in der Zwischenzeit an mehreren Fashionshows teil, etwa an jenen des Stílus / Rouge Magazins und der ArtLounge, und stellten ihre Kollektion auch schon im Museum der Schönen Künste und bei den Marie Claire Fashion Days vor.

Erschienen in der Budapester Zeitung Nr. 27, vom 1.-7. Juli 2011